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Mitgefühlsforschung

Die Forschung rund um das Thema „Mitgefühl“ hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Führende Köpfe in diesem Feld, die selbst säkulare Trainingsprogramme für (Selbst-)Mitgefühl entworfen haben, sind u.a.:

 

  • Paul Gilbert (CFT: Compassion Focused Therapy)
  • Christopher Germer & Kristin Neff (MSC: Mindful Selfcompassion)
  • Eve & Paul Ekman (CEB: Cultivating Emotional Balance)
  • Brendan Ozawa-de Silva & Geshe Lobsang Tenzin Negi (CBCT: Cognitively-Based CompassionTraining)
  • Thupten Jinpa Langri & Leah Weiss (CCT: Compassion Cultivation-Training)
  • Tanja Singer & Boris Bornemann (ReSource-Project)
  • Erik van den Brink & Frits Koster (MBCL: Mindfulness-Based Compassionate Living). 
    Mehr Informationen (auf Englisch) über MBCL finden Sie auch auf www.mbcl.org und www.compassionateliving.info

Mehr über alle diese Trainingsprogramme und das Thema „Mitgefühl in Alltag und Forschung“ finden Sie in dem umfangreichen und kostenlosen eBook auf www.compassion-training.org

 

 

Positive Effekte von Selbstmitgefühl

Erkenntnisse aus der Forschung von Kristin Neff:

 

Selbstmitgefühl korreliert positiv mit ...

  • dem Gefühl von Erfüllung im Leben
  • Psychischem Wohlbefinden
  • Achtsamkeit
  • Emotionaler Intelligenz; mehr positiven Emotionen
  • ermöglicht besseres Coping bei psychosozialem Stress (Misserfolg, Trauma) und höhere „Soziale Verbundenheit“
  • Besseres Immunsystem
  • Gesünderes Essverhalten, weniger Rauchen
  • Sagt besser die Lebensqualität vorher als das Selbstwertgefühl
  • Heilsame Auseinandersetzung mit schmerzhaften Gefühlen und Gedanken
  • Natürliches Mittel gegen Vermeidungsverhalten

Mehr Informationen auch auf www.self-compassion.org

 


 

Weitere Studien zum Thema Mitgefühl

 

Züricher Spiel Prosoziales Verhalten, (Leiberg, Klimecki & Singer, 2011):

Mitgefühlstraining führt auch wiederholt zu einer Steigerung von prosozialem Verhalten

 

Reduction of negative emotions and increase of positive ones (Frederickson et al., 2008):

Loving kindness Meditation erhöht positive Emotionen; dies wiederum führte zu einer Reduktion von Krankheiten, eine Erhöhung der sozialen Unterstützung – beide verbunden mit dem Gefühl sozialer Verbundenheit

 

Expansion of social connectedness (Hutcherson et al., 2008):

selbst wenige Minuten von Loving Kindness Meditation führten zu einer Erhöhung von Verbundenheitsgefühlen und Positivität gegenüber unbekannten Individuen (experimentell mit expliziten und impliziten Maßen getestet)

 

Promoting altruism through meditation (Wallmark et al., 2012):

nach Meditationstraining (Achtsamkeit, Loving Kindness, Mitgefühl, Die vier Unermesslichen, Tonglen for oneself and for others) erhöhte sich die altruistische Orientierung in der Interventionsgruppe (die Steigerung korrelierte mit der Meditationszeit/dauer), eine Reduktion von wahrgenommenen Stress, sowie Steigerung von Selbst-Mitgefühl und Achtsamkeit

 

Enhancement of spontaneous compassionate responses (Condon et al., 2013):

Meditierer boten ihren Stuhl/Platz deutlich häufiger an als Nicht-Meditierer gegenüber einer Person, die sichtlich in Not war (wenn innerhalb von 2 Min. nichts unternommen wurde, dann galten die Probanden als nicht-helfend)

 

And demonstrated impact on neuroendocrine and related responses to psychosocial stress (Pace et al., 2009):

Mitgefühlstraining führte zu einer schnelleren Reduktion des Cortisolspiegels nach einem Stresstest im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Training; Übungsaufwand zu Hause steht im Zusammenhang mit verringerter Produktion von Zytokin IL-6 (Entzündungsstoff im Blut); eine längere Übungszeit korrelierte mit reduzierten IL-6 Stressreaktionen; vermutlich Reduktion des wahrgenommenen Stresses bei Stresstest sowie verringerte autonome Reaktivität und dies wiederum zu einer Verringerung von Entzündungsreaktionen

 

ReSource Project (Singer et al., 2014):

groß angelegte, wissenschaftliche Studie, die von der Europäischen Union und der MaxPlanck-Gesellschaft finanziert und unter Leitung von Prof. Dr. Tanja Singer, Direktorin der Abteilung Soziale Neurowissenschaft am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig durchgeführt wird.

 

Es geht dabei um die Untersuchung der Plastizität des sozialen Gehirns – also die Erforschung, ob wir sozio-affektive Fähigkeiten wie Empathie und Mitgefühl trainieren können und ob ein solches mentales Training unser psychisches und physisches Wohlbefinden sowie unser soziales Verhalten und unsere Hirn- und Körperreaktionen verändern kann.

 

Mehr Informationen dazu auch auf www.resource-project.org