Mitgefühlspraxis Titelbild

Die Macht der Vorstellungskraft

Wenn wir uns eine köstliche Mahrzeit vorstellen, zeigt der Körper die gleichen physiologischen Reaktionen auf, als wenn wir tatsächlich vor einer appetitlichen Mahlzeit sitzen. Der bloße Gedanke ans Essen lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. 

 

Das menschliche Gehirn trägt das Erbe von Millionen Jahren der Evolution in sich. Aus evolutionärer Sicht hat sich unser Gehirn zu einem extrem empfindlichen Überlebensorgan entwickelt. Während manche Teile darin sehr automatisch und instinktiv reagieren, besitzen andere Teile weit mehr Lern- und Anpassungsmöglichkeiten. Auch hier gilt: Übung macht den Meister. Oder wie es der kanadische Neuropsychologe Donald Hebb formulierte: „Neurons that fire together, wire together“. Nervenzellen im Gehirn verbinden sich über wachsende Verzweigungen miteinander und bilden immer stabilere Schaltkreise, je öfter sie stimuliert werden. 

 

Das Gehirn für uns arbeiten lassen

Im MBCL-Training machen wir Gebrauch von unserer Fähigkeit, uns etwas geistig vorstellen zu können. Wir lassen unser Gehirn für uns arbeiten, um unser Fürsorge- und Beruhigungssystem zu aktivieren. Es geht dabei nicht nur um Visualisierungen, sondern um die Öffnung für alle sinnlich erfahrbaren Aspekte.

 

Wissenschafler haben den Einfluss von Achtsamkeits- und Mitgefühlspraxis auf das menschliche Gehirn untersucht. Gehirnuntersuchungen bei erfahrenen Meditierenden ergaben, dass sich bei der Durchführung von Mitgefühlsmeditation im Vergleich mit Ungeübten im EKG große Unterschiede in der Gehirnfunktion zeigten. Eine Studie mit unerfahrenen Personen zeigte jedoch auch, dass bereits ein relativ kurzes Trainingsprogramm recht bemerkenswerte Resultate bewirkt.

 

Neurowissenschaftler haben auch bestätigt, dass bestimmte Teile unseres Gehirns für das Geben und Empfangen von Fürsorge und Freundlichkeit sehr empfänglich sind, sofern sie im Laufe des Lebens ausreichend stimuliert werden. Im MBCL-Training werden Sie durch zahlreichen Übungen das Gefühl von Gelassenheit, Zufriedenheit und Behaglichkeit kultivieren. Dies schafft Raum für Regeneration, Wachstum und neue Möglichkeiten zur Veränderung.